KI-Sichtbarkeit prüfen: So testen Sie, ob ChatGPT Ihr Unternehmen kennt

Kurz erklärt: KI-Sichtbarkeit beschreibt, ob und wie KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Overviews, Perplexity, Gemini oder Microsoft Copilot Ihr Unternehmen kennen, korrekt beschreiben und weiterempfehlen. Sie können das mit wenigen Testfragen selbst prüfen – kostenlos und in rund 30 Minuten. Wie das geht und was Sie mit den Ergebnissen anfangen, zeigt diese Anleitung.

Was bedeutet KI-Sichtbarkeit?

Bei Google ging es lange um eine Frage: Auf welcher Position steht meine Website? In KI-Suchen gibt es keine klassische Rangliste. Die KI formuliert eine Antwort und nennt darin einige wenige Anbieter, Marken oder Quellen. KI-Sichtbarkeit heißt deshalb vor allem:

  • Werden Sie genannt? – Taucht Ihr Unternehmen bei passenden Fragen überhaupt auf?
  • Stimmen die Angaben? – Sind Leistungen, Preise, Standort und Kontaktdaten richtig?
  • Werden Sie verlinkt? – Nennt die KI Ihre Website als Quelle, sodass Interessenten klicken können?
  • Wie werden Sie beschrieben? – Positiv, neutral oder mit veralteten Informationen?

Warum Sie Ihre KI-Sichtbarkeit jetzt prüfen sollten

Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt einer KI, statt zehn Suchergebnisse anzuklicken. Laut aktuellen Branchenanalysen endet ein großer Teil der Google-Suchen inzwischen ohne Klick, besonders wenn eine KI-Übersicht erscheint. Wer in diesen Antworten nicht vorkommt, wird von vielen potenziellen Kunden gar nicht mehr wahrgenommen – auch wenn die Website bei Google ordentlich rankt. Hintergründe dazu finden Sie in unserem Artikel SEO 2026: So werden Unternehmen bei Google und in KI-Suchen sichtbar.

Schritt 1: Die richtigen Testfragen festlegen

Notieren Sie 10 bis 15 Fragen, die echte Kunden stellen würden. Mischen Sie dabei vier Arten von Fragen:

  • Markenfragen: „Was ist [Ihr Firmenname]?“ oder „Welche Leistungen bietet [Firmenname] an?“
  • Kategoriefragen: „Welche Webdesign-Agentur in Hannover kannst du empfehlen?“ oder „Guter Steuerberater für Selbstständige in [Stadt]?“
  • Problemfragen: „Meine Website wird bei Google nicht gefunden – wer kann helfen?“
  • Vergleichsfragen: „[Firmenname] oder [Wettbewerber] – wer ist besser für kleine Unternehmen?“

Formulieren Sie die Fragen so, wie Menschen sprechen – ganze Sätze statt Stichwörter. Genau so werden KI-Assistenten genutzt.

Schritt 2: In mehreren KI-Systemen testen

Jedes System nutzt andere Quellen. Testen Sie Ihre Fragen deshalb in mindestens vier Tools:

  • ChatGPT – idealerweise mit aktivierter Websuche, damit aktuelle Quellen genutzt werden
  • Google – normale Suche mit KI-Übersicht (AI Overviews) und, falls verfügbar, der KI-Modus
  • Perplexity – zeigt seine Quellen besonders transparent an
  • Microsoft Copilot bzw. Gemini – greifen auf Bing bzw. Google zurück

Wichtig: Testen Sie in einem privaten Browserfenster oder abgemeldet. KI-Assistenten merken sich frühere Gespräche und Vorlieben – sonst sehen Sie personalisierte statt typische Antworten. Wiederholen Sie wichtige Fragen zwei- bis dreimal, denn die Antworten schwanken.

Schritt 3: Ergebnisse in einer Tabelle festhalten

Damit Sie Fortschritte messen können, dokumentieren Sie jede Antwort. Eine einfache Tabelle reicht:

Frage KI-System Genannt? Verlinkt? Angaben korrekt? Genannte Wettbewerber
Webdesign-Agentur Hannover? ChatGPT ja / nein ja / nein ja / teilweise / nein …
… Perplexity … … … …

Daraus ergibt sich eine einfache Kennzahl: In wie viel Prozent der Antworten werden Sie genannt? Diesen Wert können Sie jeden Monat neu erheben und vergleichen.

Schritt 4: Die Quellen der KI analysieren

Viele KI-Systeme zeigen, woher ihre Informationen stammen. Schauen Sie sich diese Quellen genau an – sie verraten, wo Sie präsent sein müssen. Typisch sind:

  • Branchenverzeichnisse und Bewertungsportale (z. B. Google-Unternehmensprofil, Gelbe Seiten, 11880)
  • Vergleichs- und „Die besten …“-Artikel
  • Websites von Wettbewerbern mit gut strukturierten Ratgebertexten
  • Presseartikel, Verbände, Foren

Werden Wettbewerber häufig genannt, Sie aber nicht, prüfen Sie: Auf welchen dieser Seiten stehen die anderen – und Sie nicht?

Schritt 5: Technische Voraussetzungen prüfen

Manchmal liegt das Problem gar nicht am Inhalt, sondern an der Technik. Prüfen Sie diese Punkte:

  • robots.txt: Rufen Sie ihre-domain.de/robots.txt auf. Werden dort KI-Crawler wie OAI-SearchBot, ChatGPT-User, GPTBot oder PerplexityBot mit „Disallow“ ausgesperrt, können diese Systeme Ihre Inhalte nicht lesen.
  • Strukturierte Daten: Mit dem kostenlosen Google-Test für Rich-Suchergebnisse sehen Sie, ob Ihre Website Firmendaten, Leistungen und FAQ maschinenlesbar auszeichnet.
  • llms.txt: Eine kurze Textdatei mit den wichtigsten Infos zu Ihrem Unternehmen kann KI-Systemen die Orientierung erleichtern. Ein Beispiel ist unsere eigene llms.txt.
  • Ladezeit und Erreichbarkeit: Langsame oder fehlerhafte Seiten werden auch von KI-Crawlern schlechter erfasst. Tipps dazu: 10 Tipps, um Ihre Website schneller zu machen.

Schritt 6: KI-Besucher in Ihren Statistiken messen

Zusätzlich zu den manuellen Tests zeigen Ihnen Ihre eigenen Daten, ob KI-Suchen bereits Besucher bringen:

  • Google Analytics 4: Unter „Akquisition“ → „Traffic-Akquisition“ sehen Sie Quellen wie chatgpt.com, perplexity.ai, copilot.microsoft.com oder gemini.google.com. ChatGPT kennzeichnet Links häufig zusätzlich mit dem Parameter utm_source=chatgpt.com.
  • Google Search Console: Impressionen und Klicks aus KI-Übersichten fließen in den Leistungsbericht ein. Achten Sie besonders auf lange, als Frage formulierte Suchanfragen – sie stammen oft aus KI-nahen Suchen.

Was tun, wenn Ihr Unternehmen nicht genannt wird?

Keine Sorge – das ist bei den meisten kleinen und mittleren Unternehmen noch der Normalfall. Die wichtigsten Hebel sind:

  1. Klare Antworten auf Ihrer Website: Leistungen, Preise, Einsatzgebiet und Ablauf eindeutig beschreiben, idealerweise mit FAQ.
  2. Einheitliche Firmendaten im ganzen Netz: Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch – siehe unsere Tipps für lokales SEO.
  3. Erwähnungen auf anderen Websites: Verzeichnisse, Kundenreferenzen, Fachartikel und Bewertungen.
  4. Falsche Angaben korrigieren: Veraltete Daten stammen fast immer aus alten Einträgen im Netz. Finden und aktualisieren Sie diese Quellen.

Eine ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Artikel 10 Tipps, damit ChatGPT & KI-Suchen Ihr Unternehmen empfehlen.

Wie oft sollten Sie die KI-Sichtbarkeit prüfen?

Ein fester Termin einmal im Monat reicht völlig. Nutzen Sie jedes Mal dieselben Fragen und dieselben Tools, damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben. Nach größeren Änderungen an Ihrer Website oder neuen Verzeichniseinträgen lohnt sich ein zusätzlicher Test nach etwa vier bis sechs Wochen – so lange dauert es oft, bis KI-Systeme neue Informationen aufgreifen.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich, ob ChatGPT mein Unternehmen kennt?

Fragen Sie ChatGPT mit aktivierter Websuche in einem privaten Browserfenster direkt nach Ihrem Firmennamen und nach Ihrer Leistung in Ihrer Region, zum Beispiel „Welche Webdesign-Agentur in Hannover empfiehlst du?“. Prüfen Sie, ob Sie genannt werden und ob die Angaben stimmen.

Kann man KI-Sichtbarkeit messen?

Ja. Die einfachste Kennzahl ist der Anteil der Testfragen, bei denen Ihr Unternehmen genannt wird. Ergänzend zeigen Google Analytics und die Search Console, wie viele Besucher bereits über KI-Suchen kommen.

Was kostet ein KI-Sichtbarkeitscheck?

Selbst durchgeführt kostet er nichts außer Zeit – etwa 30 bis 60 Minuten. Kostenpflichtige Tools automatisieren die Abfragen und lohnen sich vor allem für Unternehmen mit vielen Produkten oder Standorten.

Warum nennt die KI falsche Informationen über mein Unternehmen?

KI-Systeme übernehmen Angaben aus dem Netz. Stehen in alten Verzeichniseinträgen oder auf Ihrer Website veraltete Adressen, Preise oder Leistungen, gibt die KI diese weiter. Die Lösung ist, diese Quellen zu korrigieren.

Hilft Media Load Design bei der KI-Sichtbarkeit?

Ja. Im Rahmen unserer SEO-Betreuung optimieren wir Websites für Google und für KI-Suchen (GEO). Sprechen Sie uns an – wir antworten innerhalb von 24 Stunden.

28.10.2026

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